Mittwoch, 25. August 2010

Monolog an Chris Succo













Ja, wenn Werke evident sind, können sie jede Trivialität überwinden.

So zum Beispiel Predator von 1987. Ein Klassiker im Actionkino der 80er Jahre. Der Film macht alles richtig, und trotz einer nicht zu leugnenden Untiefe der Handlung, bleibt er über den Trash erhaben. Er stellt wenig Fragen und versucht sich nicht in Erklärungen. Es ist ein männlicher Film voller Archetypen.

Der andere Science-Fiction Klassiker, den es zu besprechen gilt ist Ridley Scotts Alien von 1979. Dieser Film ist in seiner Metaphorik das Gegenteil von Predator. Er ist feministisch.
Durch unbefleckte Empfängnis gebärt ein Mann den perfekten Organismus des Bösen. Und die bewundernswerte Sigourney Weaver als Ellen Ripley hat es nicht nur von Anfang an besser gewusst, sondern überlebt auch als einzige zusammen mit ihrer Katze.

Aus diesen Welten entsteht 2004 „Alien vs. Predator“
Alle Alien vs. Predator Filme sind schlecht und eine Zumutung für ihren Ursprung. Jeder Mystik beraubt leben diesen Wesen mit der Anmut einer halben Geschlechtsumwandlung und der Attraktivität eines She-Males. Das Publikum wird zur Paraphilie erzogen.

Die Mischung der maskulinen Motive des Predator mit dem Muttertier Alien ist symptomatisch für die Geschlechtslosigkeit unserer Zeit.
Die Zukunft ist Androgynie.
Die Populärkultur saugt alles auf um es im Mittelmass zu versumpfen und strahlt in alle Bereiche des Lebens aus.

Die Ära der Archetypen ist vorbei. Wie die des ehemaligen Gouverneurs von Minnesota Jesse „The Body“ Ventura, der mit seinem Gatling-Trommelgewehr und dem Satz; „I ain´t got time to bleed!“ in Predator 1 zum Monument der Männlichkeit im Unterbewusstseins eines jeden Jungen wurde, der diesen Film in den späten Achtzigern sah.

Die Achtziger-Jahre-Action-Helden werden jetzt von den Vampiren der Unterhaltungs-Industrien ausgesaugt. Das ist ihr Schicksal.

Wir brauchen neue Monumente, Chris!

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